Von Jägern, Bärten und Männlichkeitsbeschwörungsritualen

Außerdem wollten wir euch den Gastbeitrag von Heide Witzka über den ,Frankenberger Barber Club’ in voller Länge und mit Quellen nicht vorenthalten.

Den Text in voller Länge findet ihr hier: Von Jägern und Bärten

Eingangstür des ,Frankenberger Barber Clubs’

Bei Bart- und Kopfschur, Bier, Playboy und „Männergesprächen“ (Lokalzeit Aachen) sollen die Kunden „einfach mal die Seele baumeln“ lassen können – und dafür ist die Abwesenheit von Frauen zwingend erforderlich, so Inhaber und Chef-Coiffeur Pascal Jahn mit süffisantem Grinsen: „Sobald hier ne Frau ins Spiel kommt, ändern sich die Männer. Die Charaktere verändern sich, die sind dann wie Jäger, das ist irgendwie ganz komisch.“ Das Ganze sei aber mehr als „Alkohol und Mettbrötchen, das Haareschneiden“, ebenso wichtig sei die mittlerweile entstandene Gemeinschaft. Ein Kunde schwärmt: „Ich bin Diplomingenieur, wir ham nen Professor dabei, Arbeitslose – alles ist egal.“ (Mann TV). Die klassenlose Gesellschaft existiert also längst, im Bart-Refugium, das alle sozialen Unterschiede über die Zuordnung zum männlichen Geschlecht einebnet und die zur Schur versammelten Männer zum Rudel eint. Ein Kunde stellt selig lächelnd fest, im Barber Club laufe es endlich mal „nach der alten Tradition“ ab (Lokalzeit Aachen), ohne zu erklären, was er damit meint: Die ‚traditionellen‘ Barbierkünste des Meisters? Die Aufmachung von Laden und Leuten, die wirkt, als stamme sie aus einer Rockabilly-Ausgabe des Manufactum-Katalogs? Craftbeer, teure Bluejeans, gekrempelte Hemdsärmel, Retro-Verpackungen, wuchtiges Holz, glänzendes Metall – alles atmet Kernig- und Kerligkeit. Oder das Türschild, das Hunden den Zutritt gestattet („Ich darf rein!“) und ihn Fraueni in direkter Gegenüberstellung untersagt („Ich nicht!“)?

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Tacheles – #4

Pünktlich zum neuen Jahr gibt es die frisch gedruckte 4. Ausgabe der Tacheles. Es erwarten euch viele spannende Artikel, eins der Hauptthemen ist diesmal Klimagerechtigkeit. Diesmal auch wieder mit Kreuzworträtsel und Gewinnspiel.

Hier gehts zur Online Ausgabe:
Tacheles-Ausgabe-Nr-3-Dezember-2020

Viel Spaß!

Die Häuser denen, die drin wohnen! Gegen die Räumung der Liebig34

Wir solidarisieren uns mit allen, die heute gegen die Räumung der Liebg34 Widerstand leisten. Auf der Straße, nachts in der Stadt oder im Haus selber. Passt auf euch auf und lasst euch nicht unterkriegen. Dieser massiver Bulleneinsatz zeigt: Sie haben Angst!
Heute gedenken wir auch der Opfer vom Anschlag in Halle. Gegen jeden Antisemitismus!
Lasst uns gemeinsam kämpfen: One Struggle One Fight!

Außerdem fand am 02.10 in Aachen eine Nachttanzdemo statt, wir hielten dort einen Redebeitrag, den könnt ihr hier finden.
Am Rande der Demo gab es außerdem einen Bannerdrop und ein bisschen bunten Smoke.

Sabotieren, Organisieren, Provozieren! Für mehr autonome Freiräume. Unbefristete Mietverträge für alle AZs!

Black Lives Matter – Demo

Für morgen, den 17.06., wird um 16:30 Uhr am Kennedypark zu einer Demonstration gegen Rassismus unter dem Motto “we won’t be quiet” aufgerufen.

Liebig 34 bleibt!

Nächste Woche wird das Urteil im Liebig-Prozess verkündet. Es wird zu solidarischen Aktionen rund um den Termin aufgerufen. http://liebig34.blogsport.de/2020/05/26/aufruf-revolutionaerer-1-mai-buendnis-in-bewegung-bleiben-liebig34-verteidigen-gegen-die-stadt-der-reichen/  

Wir finden: das geht nicht nur in Berlin, sondern überall! Liebig 34 bleibt!

Foto von: https://twitter.com/Liebig34Liebig/status/1264944327899451396/photo/1

Nen alten Text zur Liebig findet ihr hier: https://knitandagitate.noblogs.org/post/2019/12/27/feuer-und-flamme-dem-patriarchat/